Ihr Lieben <3
Wer kennt ihn nicht? Den Weckmann, Dambedei, Stutenkerl oder auch Martinsmann? In den meisten Regionen wird dieser, üblicherweise in kleiner Form, zum Nikolaustag gebacken, aber in unserer Region gibt es das leckere Kerlchen auch schon zu St Martin. Ich hab mir gedacht, ich backe einfach mal die XL Version und backe aus dem süßen Hefeteig einen großen Weckmann.

Das Video zur Herstellung meines XL Weckmanns findet ihr *HIER*

Zutaten:

500g Mehl
100g Zucker
1/2 TL Salz
1/2 Würfel Hefe
80g sehr weiche Butter
1 Ei (M)
200ml lauwarme Milch
Schalenabrieb einer halben Bio-Zitrone

Zum Einstreichen und für die Deko:
1 Eigelb
etwas Milch
2 Backpflaumen

Zubereitung:
Mehl in eine Rührschüssel geben, in die Mitte eine Mulde formen und etwa die lauwarme Milch hinein füllen, anschließend die Hefe rein bröseln, etwas Zucker zugeben und mit einer Gabel verrühren, bis sich die Hefe in der Milch gelöst hat. Die Oberfläche der Hefemilch nun mit etwas Mehl vom Rand bedecken, Schüssel mit einem Tuch abdecken und 10 Minuten ruhen lassen.
Nach der Ruhezeit den restlichen Zucker, das Ei, Zitronenschalenabrieb und das Salz zugeben und mit dem Knethaken etwa 2 bis 3 Minuten verkneten. Nun kommt die weiche Butter dazu und der Teig wird 5 bis 8 Minuten auf niedriger Stufe weiter verknetet, bis sich alles gut miteinander verbunden und der Teig sich vom Schüsselrand gelöst hat. Hefeteig ist oft unterschiedlich, was auch an verschiedenen Größen der Eier liegen kann. Wenn der Teig noch zu klebrig ist etwas Mehl und wenn er zu trocken ist noch ein klein wenig Milch zugeben.
Den Hefeteig nun auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einer Kugel formen und in die leicht bemehlte Schüssel zurück geben, auf die Oberfläche auch noch etwas Mehl streuen und den Teigling an einem warmen Ort 30 Minuten ruhen lassen.
Den Teigling nach der Gehzeit auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben – NICHT MEHR KNETEN! – und den Weckmann formen (natürlich könnt ihr auch kleine Weckmännchen herstellen). Anschließend sollte dieser nochmal 30 – 45 Minuten abgedeckt ruhen.
In der Zwischenzeit den Backofen mit einer Schale Wasser auf dem Ofenboden auf 190° Ober-/Unterhitze vorheizen.

Das Eigelb mit etwas Milch verquirlen und den Weckmann damit einstreichen. Die Augen und auch die Knopfleiste mit zurecht geschnittenen Stückchen aus den Backpflaumen in den Teig drücken und 24 – 28 Minuten goldbraun backen.

TIPPS zur Verarbeitung von Hefeteig:
– Hefe in LAUWARMER Flüssigkeit auflösen, da sie bei Temperaturen über 40° nicht mehr triebstark ist
– Hefeteig benötigt Geduld – gebt ihm bitte die Zeit zum “Gehen”, bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat
– Hefe nicht direkt mit Salz und Fett in Berührung bringen, das mag sie beides nicht
– Hefeteig wird immer abgedeckt, wenn man ihn gehen lässt, damit er nicht austrocknet
– Hefeteig idealerweise an einem warmen Ort gehen lassen! Das kann im Winter in Heizungsnähe sein oder auch im Backofen, den man auf kleine Stufe (37°) einstellt
– Hefepilze ernähren sich von Zucker, deshalb auch in herzhafte Hefeteig etwas Zucker zugeben, ein Teelöffel reicht absolut aus
– Wieviel Hefe benötigt man für einen normalen Hefeteig? In der Regel reicht 1/2 Würfel Frischhefe oder ein Päckchen Trockenhefe für 400 bis 500g Mehl. Wenn dem Teig allerdings viel Fett zugegeben wird, verwendet man auf die Mehlmenge 1 Würfel Hefe
– Frischhefe oder Trockenhefe? Am besten backt es sich mit frischer Hefe, allerdings schmeckt man hier auch die Hefe etwas heraus (wobei man nicht vergessen sollte: es ist ein Hefeteig, von daher darf er auch nach Hefe schmecken). 1 Päckchen Trockenhefe entspricht einem halben Würfel Frischhefe. Während Frischhefe in Flüssigkeit aufgelöst wird, wird Trockenhefe einfach dem Mehl unter gemischt.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachbacken!
Eure Nicole :*

Bitte beachten: Vom 15.12. - 26.12.2017 ist der Shop geschlossen und kein Versand möglich. Verstanden

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