Ihr Lieben,
in meinem heutigen Rezept habe ich ein leckeres Brot für euch!

Wer hat schon Sauerteig selbst hergestellt? Und nach dem Herstellen jede Menge übrig? Genau dafür habe ich das Rezept entwickelt und möchte euch dies heute gerne vorstellen, denn es ist ideal, um den übrigen Sauerteig zu verbrauchen. Wie ihr Sauerteig selbst herstellt, könnt ihr in diesem Blogpost nachlesen. In dem verlinken Sauerteig-Rezept habt ihr nach 7 Tagen 600g Sauerteig. Etwa 100g packt ihr euch als Ansatzgut (ASG) in den Kühlschrank und der übrige Sauerteig (500g) könnt ihr nun mit meinem heutigen Rezept verbacken.

Natürlich kann mein Rezept auch für schon vorhandenes Ansatzgut verwendet werden. Hier empfehle ich 70g eures ASG´s mit 125g Roggenmehl und 125g Wasser zu vermischen und 16 bis 18 Stunden reifen zu lassen. Nach der Reifezeit werden wieder 70g als ASG entnommen und die restlichen 250g werden nun für das Brot verwendet. Je nach Reife eures eigenen ASG`s könnt ihr die Zugabe von Hefe reduzieren oder sie ganz weg lassen – aber hier müsst ihr selbst entscheiden, ihr wisst, wie alt und reif euer ASG ist und wie ihr damit umgeht. Auch könnt ihr ohne Probleme das ASG für den Sauerteigansatz reduzieren, wichtig ist, daß nach der Reifezeit 250g Sauerteig für das Brot übrig sind.

Ich verbacke hier nur 250g von meinem vorhandenen Sauerteig, da ich 250g getrocknet habe, das Rezept kann aber auch für ein großes Brot mit dem kompletten restlichen Sauerteig verwendet werden.

An Zutaten für ein kleines Brot, wie ich es im Video gebacken habe, benötigt ihr:

250g Sauerteig
125g Roggenmehl Typ 1150
125g Weizenmehl Typ 1050
125g Weizenvollkornmehl
10g frische Hefe
12g Salz
200ml lauwarmes Wasser

Zubereitung:
Hefe im Wasser auflösen und anschließend alles in einen Mixtopf geben und mit dem Knethaken eurer Küchenmaschine etwa 8 Minuten kneten. Arbeitet ihr ohne Küchenmaschine ist Muskelkraft gefragt, denn hier verknetet den Teig mit den Händen.

Anschließend den Teigling auf einer leicht bemehlte Arbeitsfläche zu einer Kugel formen, in die Schüssel zurück geben und abgedeckt an einem warmen Ort 1 Stunde ruhen lassen.

Nach der ersten Ruhezeit den Teigling entnehmen, die Luft heraus drücken und zu einer Kugel (oder Oval) formen und in einem runden (oder ovalen) Gärkörbchen eine weitere Stunde abgedeckt ruhen lassen. Damit der Teig nicht im Gärkörbchen hängen bleibt, dieses zuvor mit Mehl ausstäuben!

Nach der zweiten Ruhezeit wird der Teigling mit dem Schluß nach unten in eine ofenfeste Form gegeben. Dies kann ein Römertopf, eine Auflaufform, ein Bräter etc. sein, wichtig ist, dass sie einen Deckel hat, denn das Brot wird in dem verschlossenen Behälter gebacken. Für ein kleines Brot sollte die Form idealerweise nicht zu groß sein, da das Brot ansonsten etwas breit läuft.
Der Teigling wird auf der Oberfläche mehrmals eingeschnitten und sollte nochmal bedeckt 20 Minuten ruhen.

In der Zwischenzeit den Backofen auf 250° Ober-/Unterhitze vorheizen, Hitze auf 230° reduzieren und das Brot im verschlossenen Behälter etwa 50 Minuten mit Deckel, anschließend nochmal ca. 10 Minuten ohne Deckel unter Beobachtung backen.

Solltet ihr das Brot auf einem Backstein oder Backblech backen empfehle ich dir folgendes:
– Backstein/Backblech mit vorheizen
– während der Aufheizphase auf den Boden ein Behälter mit Wasser geben
– den Garraum nach dem Einschieben des Brotes nochmals kräftig mit Wasser besprühen (schwaden)
– nach etwa 15 Minuten die Ofentür kurz öffnen um die Luftfeuchtigkeit raus zu lassen, anschließend fertig backen

Viel Spaß beim Nachbacken
Eure Nicole

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